Der Urlaub ist die schönste Zeit des Jahres. Viele Menschen planen ihre wohlverdienten Ferien schon lange im Voraus. Sie wälzen dicke Kataloge, lassen sich im Reisebüro beraten oder vergleichen Angebote im Internet. Sie denken an alles Mögliche, von den erforderlichen Reisedokumenten über die Auslandskrankenversicherung bis zu sicheren Bezahlmethoden im Ausland. Auf diesem Gebiet haben sich Kreditkarten gratis bewährt, weil man die Karte bei Verlust sperren lassen kann oder unerklärliche Abbuchungen zurückbuchbar sind. Kurz, die Reisenden denken an beinahe alles, aber nicht an mögliche Erkrankungen.

Bei genauerer Betrachtung ist das Risiko einer Erkrankung im Urlaub sogar noch größer als daheim. Jeder Wechsel der Umgebung belastet den Organismus. Dadurch können Erkrankungen, die schon latent vorhanden sind, plötzlich akut ausbrechen. In südlichen Ländern herrschen zudem häufig schlechtere Bedingungen bei der Lebensmittelhygiene als in Mitteleuropa. Die sogenannte leichte Ernährung mit viel Salaten, Frischkost und Obst belastet zwar den Organismus bei Hitze weniger als die gewohnte mitteleuropäische Küche, gleichzeitig birgt sie aber auch ein erhöhtes Risiko an Magen-Darm-Erkrankungen in sich, weil sehr viel Rohkost verzehrt wird.

An vielen Erkrankungen tragen die Urlauber selbst zumindest eine Teilschuld. Der Körper braucht immer erst einige Zeit, um sich an ein anderes Klima zu gewöhnen. Kommt man aus dem kühlen Deutschland, kann man sich nicht gleich stundenlang an den Strand in einem südlichen Land legen, ohne zumindest einen Sonnenbrand wenn nicht Schlimmeres zu riskieren. Tieflandbewohner sollten beispielsweise auch nicht gleich nach der Ankunft hohe Berge erklimmen, sondern ihrem Körper erst Zeit zum Akklimatisieren geben. Ähnliches gilt auch für Partys. Wer nicht daran gewöhnt ist, die Nächte durchzufeiern, wird sich am Morgen nach dem Besuch der Disco auch bestimmt unwohl fühlen. Am besten ist es immer noch auf den eigenen Körper zu hören. In den meisten Fällen kann man fühlen, ob das, was man tut, gesund ist, oder nicht. Ist es beispielsweise sehr heiß, ist anzuraten, nicht das Besichtigungs- oder Ausflugsprogramm mit aller Gewalt durchsetzen zu wollen, sondern lieber etwas kürzerzutreten und sich im Schatten zu erholen. Gut gemeinte Hinweise und Ratschläge der Einheimischen sollte man nicht leichtfertig ignorieren; sie sind an das lokale Klima gewöhnt und kennen die örtlichen Gefahrenstellen.

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